Nicole Gohlke und Harald Weinberg beim Bio-Bauer Karl Meyer

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Am 20. Juli besuchten Nicole Gohlke, Harald Weinberg, Bezirksrat Uwe Schildbach und Stadtrat Boris-André Meyer Milchbauern aus dem Landkreis Ansbach auf dem Biohof Karl Meyer (Kreisvorsitzender Ansbach des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter – BDM) in Bechhofen-OT Winkel.

Die Vertreter vom BDM und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) informierten die Abgeordneten über die Situation im Landkreis Ansbach nach dem Preisverfall bei Milchprodukten, den Gefahren von TTIP&CETA für kleine und mittelständische Betriebe sowie über Alternativen zum Einsatz von Chemikalien wie Glyphosat in der Landwirtschaft.
Die Milchbetriebe werden immer weniger und vor allem Familienbetriebe müssen wegen der geringen Milchpreise aufgeben. Bayer Meyer ist froh, dass er auf Bio umgestellt hat, denn er bekommt so weiterhin 49 Cent / Liter von seiner Molkerei.

Im Ort Winkel gab es mal 10 Milchbauern, jetzt sind es noch 3. Deutschlandweit gab es 1964 320.000 Milchviehbetriebe, jetzt nur noch 33.000. Die Milchmenge ist seit dem aber ständig gestiegen. Wenn man die Milch weiter dem Markt überlässt, wird der Preis wegen des Überangebots niedrig bleiben, so dass immer mehr kleinere Bauern aufgeben. Große Betriebe werden dagegen weiter wachsen und versuchen mit mehr Tieren immer billiger zu produzieren. Dies schadet den Tieren und der Qualität der Milch.

Fazit der Diskussion war, dass man die Milchmenge und Preis nur mit einer europaweiten Reduzierung der Milchmenge in den Griff bekommt. Zu überlegen wären auch Mindestpreise für Familienbetriebe, um die bäuerlichen Strukturen zu erhalten.
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